Die RAG Montan Immobilien startet in Kürze mit der Bodensanierung auf dem rund 36 Hektar großen ehemaligen Kohlenlager Coelln-Neuessen in Essen. Im Zuge der Arbeiten werden belastete Bodenmaterialien dauerhaft in einem eigens errichteten Sicherungsbauwerk eingeschlossen und mithilfe spezieller Kunststoffdichtungsbahnen wasserdicht gesichert. Dadurch wird verhindert, dass Schadstoffe ins Grundwasser gelangen oder in die Luft entweichen. Das rund drei Hektar große und etwa acht Meter hohe Bauwerk bildet den zentralen Baustein des nachhaltigen Sanierungskonzepts der RAG für die ehemalige Bergbaufläche.
"Mit dem Bau des Sicherungsbauwerks schaffen wir die Grundlage für eine sichere und verantwortungsvolle Entwicklung des Standorts. Die Maßnahme verbindet den Schutz von Mensch und Umwelt mit der Perspektive einer künftigen Nutzung der Fläche", sagt Michael Otto, Projektleiter der RAG Montan Immobilien.
Als Teil des interkommunalen Stadtentwicklungsprojekts Freiheit Emscher gehört der Hafen Coelln-Neuessen zu den zentralen Entwicklungsflächen des Essener Nordens. Auf dem ehemaligen Kohlenlager am Rhein-Herne-Kanal soll perspektivisch ein moderner Gewerbestandort mit Büroflächen, Dienstleistungsunternehmen und modernen Produktionsbetrieben entstehen. Aufgrund seiner Lage direkt am Wasser kommt dem Standort innerhalb des Projekts eine besondere Bedeutung zu. Nach dem Ende der Bergaufsicht soll die Fläche schrittweise ihrer künftigen Nutzung zugeführt werden.
Die Arbeiten erfolgen im Auftrag der RAG Aktiengesellschaft im Rahmen eines bergrechtlichen Abschlussbetriebsplanverfahrens. Dieses Verfahren wird von der zuständigen Bezirksregierung zugelassen und überwacht.
Nach Fertigstellung der Baustelleneinrichtung werden ab August 2026 mehrere kleinere sowie eine größere belastete Teilfläche saniert und die belasteten Bodenmaterialien in das Sicherungsbauwerk eingebracht. Für die Verfüllung der sanierten Bereiche und die Gestaltung des Landschaftsbauwerks wird über einen Zeitraum von rund 18 Monaten unbelasteter Boden angeliefert. Hierfür werdenvoraussichtlich bis zu 50 Lkw pro Tag im Einsatz sein. Die Anlieferungen erfolgen in der Regel montags bis freitags zwischen 6 und 18 Uhr.
Um Verschmutzungen auf den umliegenden Straßen zu vermeiden, wird auf der Baustelle eine Reifenwaschanlage eingerichtet. Alle Lkw müssen diese vor dem Verlassen des Geländes passieren.
Die gesamte Baumaßnahme wird voraussichtlich bis Anfang 2028 andauern. Zum Abschluss der Arbeiten wird das Landschaftsbauwerk entsprechend eines Gestaltungs- und Rekultivierungsplans hergerichtet. Dabei entsteht eine schwach geneigte Plateaufläche, die unter anderem Lebensraum für die streng geschützte Kreuzkröte bieten soll. Das Bauwerk verbleibt zunächst im Eigentum der RAG und wird im Rahmen eines Nachsorgekonzepts regelmäßig überprüft.
Die Arbeiten werden von der Firma Heitkamp Erd- und Straßenbau aus Herne durchgeführt. Gemeinsam mit dem ausführenden Unternehmen wird die RAG Montan Immobilien die Maßnahme so organisieren, dass die Auswirkungen auf die Nachbarschaft möglichst gering bleiben.
Für Fragen zur Maßnahme steht Projektleiter Michael Otto zur Verfügung: Tel.: 0201 / 378-1712, E-Mail: michael.otto(at)rag-montan-immobilien.de.