Flächen gestalten, Projekte entwickeln.

„Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“

26.06.2018 - Zukunftsweisende Ideen und übertragbare Lösungen für gelingende Integration im Quartier - RAG Montan Immobilien und VIVAWEST stellen Ergebnisse des Projekts „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“ vor

Mit dem Projekt „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“, das im Rahmen der Initiative „Glückauf Zukunft!“ entstand, geben die Initiatoren RAG-Stiftung, RAG Montan Immobilien und VIVAWEST richtungsweisende Impulse für eine gelingende Integration im Quartier. Der Begriff Integration ist im Projekt weit gefasst und meint nicht nur Migration, sondern die Teilhabe aller, unabhängig von Herkunft, Alter, Religion oder sozialem Stand. In Form einer Toolbox liefert das Projekt 26 Lösungsansätze und 52 Umsetzungsideen, die gleichermaßen Vielfalt, Zusammenhalt und Lebensqualität vor Ort stärken und nicht nur in vielen Quartieren im Ruhrgebiet Verwendung finden können, sondern auch in anderen Städten und Ballungsräumen. Die Toolbox wurde heute im Rahmen eines Symposiums auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen vorgestellt. 

 „Auch nach dem Ende des aktiven Bergbaus muss das Ruhrgebiet als attraktive und lebenswerte Region erhalten bleiben und sich weiterentwickeln“, sagte Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung in seiner Eröffnungsrede auf dem Symposium.

Als industriell geprägter Ballungsraum steht das Ruhrgebiet vor großen Herausforderungen, die es in der Zukunft zu meistern gilt. Neben wirtschaftlichen Umbrüchen erzeugen gesellschaftliche Entwicklungen wie demografischer Wandel, wachsende soziale Gegensätze und die Integration von Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Religion oder Kulturen einen massiven Handlungsdruck. „Mit ,Glückauf Nachbarn‘ wollen wir unsere Verantwortung und unseren Gestaltungswillen im Ruhrgebiet unter Beweis stellen und einen konstruktiven Beitrag zum Thema Integration leisten, auch vor dem Hintergrund der anstehenden Ruhrkonferenzen“, erklärte Tönjes weiter. 

 „2018 schließen in Bottrop und Ibbenbüren die letzten Steinkohlenbergwerke. Dies ist das Ende einer großen, deutschen und nordrhein-westfälischen Industriegeschichte. Das Ende dieser Geschichte ist zugleich auch der Anfang und die Chance für etwas Neues. Dafür steht auch die Initiative ,Glückauf Zukunft!‘ und speziell das Projekt ,Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration‘. Das Symposium beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit dem Zusammenleben von Menschen, Nachbarschaft und damit dem Kern von Heimat. In der Nachbarschaft, im täglichen Umgang wird Heimat sichtbar. Dabei grenzt sie nicht aus, sondern schließt ein. Um dies voranzutreiben und eine nachhaltige Quartiersentwicklung zu schaffen, ist das Symposium ein wichtiger Baustein. RAG-Stiftung, RAG Montan Immobilien und VIVAWEST sind mit diesem Projekt Vorreiter in ihrer Branche und setzen sich besonders für Integration im Quartier ein“, sagte Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und Schirmherrin des Projekts.

Das Projekt folgte einem innovativen zweistufigen Prozess: In einer ersten Phase, der „Denkfabrik“, entwickelten sechs Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen Thesen, wie Integration im Quartier gelingen kann. In der darauf folgenden „Werkstattphase“ erarbeiteten vier internationale, interdisziplinäre Planungsteams auf Basis dieser Thesen umfassende Konzepte mit Lösungsansätzen für eine integrationsfördernde Gestaltung von Quartieren. Die Bürger der Quartiere wurden zu verschiedenen Zeitpunkten in den Prozess eingebunden.

Das Ergebnis des Projekts ist eine Toolbox mit einer Vielzahl von übertragbaren Lösungsansätzen und wertvollen Umsetzungsideen zur Förderung von Integration im Quartier. Die in dieser Toolbox strukturierten Lösungsansätze reichen von Gemeinschaftswohnhäusern über einen Werkstätten-Yard bis hin zum Fahrrad-Rollator-Superhighway. Die Toolbox kann nicht nur in vielen Quartieren im Ruhrgebiet, sondern auch in anderen Städten und Ballungsräumen ver-wendet werden. „Ich kenne kein Beispiel in der Quartiersentwicklung, das eine derart breite Allianz von interdisziplinärem Expertenwissen in der Denkfabrik mit planerischer Konzeption in der Werkstattphase verbindet. Mit dem Projekt und unserer Erfahrung leisten wir einen Beitrag zur aktiven Quartiersentwicklung und Integration von Menschen“, sagte VIVAWEST-Geschäftsführerin Claudia Goldenbeld.

Die Entwicklung der Lösungsansätze erfolgte an zwei ausgewählten Beispielquartieren: dem Bestandsquartier Duisburg Vierlinden und dem Quartier Kamp-Lintfort Friedrich-Heinrich mit der noch zu entwickelnden Fläche des stillgelegten Bergwerks West. Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien GmbH: „Das Projekt soll auch eine Debatte darüber anstoßen, wie man Quartiere neu und integriert denken kann – nicht nur was das Bauen, sondern auch was das Quartiersmanagement und das Miteinander von Menschen angeht.“

Mit „Glückauf Nachbarn“ bringen die Initiatoren ihre Verantwortung und Entschlossenheit zum Ausdruck, die Zukunft des Ruhrgebiets als lebenswerte Region auch über das Ende des Stein-kohlenbergbaus hinaus zu gestalten. Damit besitzt das Projekt Modellcharakter. Es steht beispielhaft für ein gemeinsames und verantwortungsbewusstes Handeln von Wirtschaftsunternehmen bei der Mitgestaltung eines aktuellen gesellschaftspolitischen Themas.

Weitere Informationen unter: www.glueckauf-zukunft.de

Foto Markus Masuth

Podiumsdiskussion: Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien bei der Expertenrunde. Bild herunterladen

Podiumsdiskussion

Markus Masuth (3. v. l.) erläutert die Möglichkeiten zur Integration der Ideen aus der Toolbox des Projektes „Modellquartier Integration“ bei der Flächenentwicklung. Bild herunterladen

Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Stiftung, im Foto.

Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Stiftung, betonte beim seinem Grußwort den übergreifenden Ansatz des Projektes. Bild herunterladen

Ministerin Ina Scharrenbach grüßt per Videobotschaft

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen und Schirmherrin des Projekts grüßte per Videobotschaft. Bild herunterladen

Markus Masuth, RAG Montan Immobilien, im Gespräch mit Bärbel Bergerhoff-Wodopia und Bernd Tönjes von der RAG-Stiftung.

Markus Masuth, RAG Montan Immobilien, im Gespräch mit Bärbel Bergerhoff-Wodopia und Bernd Tönjes von der RAG-Stiftung. Bild herunterladen

Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Stiftung, im Foto

Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Stiftung, betonte beim seinem Grußwort den übergreifenden Ansatz des Projektes. Bild herunterladen

Pressekonferenz auf Zollverein in Essen

Gut besucht war die Veranstaltung in der Halle 12 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen. Bild herunterladen

Foto Markus Masuth Podiumsdiskussion Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Stiftung, im Foto. Ministerin Ina Scharrenbach grüßt per Videobotschaft Markus Masuth, RAG Montan Immobilien, im Gespräch mit Bärbel Bergerhoff-Wodopia und Bernd Tönjes von der RAG-Stiftung. Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Stiftung, im Foto Pressekonferenz auf Zollverein in Essen

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