Mit der Unterzeichnung des Kaufvertrags durch den Oberbürgermeister der Stadt Bottrop, Matthias Buschfeld, und Michael Kalthoff, Vorstandsvorsitzender der RAG und Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien GmbH, Michael Kalthoff, hat die Stadt Bottrop rückwirkend zum 01. Januar 2026 die Anteile der Gründerzentrumsgesellschaft Prosper III mbH (GZP III) erworben. Die RAG Montan Immobilien GmbH hatte das Gründerzentrum über fast 30 Jahre hinweg verantwortet und gemeinsam mit dem langjährigen Geschäftsführer Christoph Happe aufgebaut und kontinuierlich weiterentwickelt. Mit dem Erwerb stellt die Stadt Bottrop nun die Weichen für die langfristige Sicherung und gezielte strategische Weiterentwicklung des ehemaligen Zechengeländes „Prosper III“ als Innovations- und Gründungsstandort.
In dieser Zeit hat die RAG Montan Immobilien eine verlässliche Entwicklungsplattform für junge, wachstumsorientierte Unternehmen geschaffen. Mehrere Gründungen aus dem Gründerzentrum Prosper II sind bis heute erfolgreich am Markt tätig, wodurch sich das Gründerzentrum als fester Bestandteil der wirtschaftlichen Infrastruktur des Standorts Bottrop etabliert hat. Ziel war es dabei stets, Gründungen nicht nur räumlich zu begleiten, sondern ihnen konkrete Entwicklungsperspektiven und den Übergang in einen eigenständigen Unternehmensbetrieb zu ermöglichen.
Insbesondere seit 2019 hat sich das Gründerzentrum mit dem Einzug der Hochschule Ruhr West zu einem bedeutenden Standort für Innovation, Transfer und angewandte Forschung entwickelt. Zahlreiche Drittmittelprojekte – insbesondere im HRW FabLab sowie im Themenfeld Circular Economy – haben sich seither auf Prosper III angesiedelt. An diesen erfolgreichen Entwicklungspfad knüpft die Stadt Bottrop an und will ihn konsequent fortführen und ausbauen.
„Wir wollen Prosper III dauerhaft als Ort für Innovation, Gründung und Forschung sichern“, heißt es seitens der Stadt. Ein Verkauf an Investoren ohne tragfähiges, innovationsorientiertes Nutzungskonzept hätte diese wichtige Zukunftsperspektive nachhaltig gefährdet.
Konzeptstudie bestätigt Potenzial des Innovations- und Gründerzentrums Bottrop (IGZ)
Eine umfassende Konzeptstudie sowie ein Businessplan bestätigen die wirtschaftliche Tragfähigkeit und das Entwicklungspotenzial des Vorhabens. Das IGZ soll auf rund 3.700 Quadratmetern moderne Büro-, Werkstatt- und Laborflächen bieten – ergänzt durch flexible Kommunikations- und Veranstaltungsräume.
Thematische Schwerpunkte des IGZ werden u. a. Urban Mining, Green Economy und Smart Engineering. Damit positioniert sich Bottrop als einer der wenigen Standorte im Ruhrgebiet mit einem klar profilierten Innovationsschwerpunkt in nachhaltigen Zukunftstechnologien. In Zusammenarbeit mit der Hochschule Ruhr West, dem HRW FabLab, dem Prosperkolleg e.V. der BRYCK Start-up Alliance sowie weiteren Partnern soll ein regionales Ökosystem entstehen, das Gründungen gezielt unterstützt, Entwicklungsprozesse beschleunigt und den Wissens- und Technologietransfer stärkt.
Enge Anbindung an die Wirtschaftsförderung Bottrop
Das Gründerzentrum soll künftig organisatorisch eng an die Wirtschaftsförderung Bottrop angebunden werden. Die Geschäftsführung der Innovations- & Gründerzentrum Bottrop GmbH übernehmen künftig Dorothee Lauter, Abteilungsleiterin in der Wirtschaftsförderung, sowie Niklas Breuer, Amtsleiter der Wirtschaftsförderung. In der Gesellschafterversammlung, dessen Vorsitz der Oberste Wirtschaftsförderer Oberbürgermeister Buschfeld Inne hat, sind sowohl der Ausschussvorsitzende, Herrmann Hirschfelder als auch dessen Stellvertreter Frank Beicht vertreten.
Positive Effekte auf Region und Stadt erwartet
Die Stadt rechnet mit deutlichen positiven Auswirkungen auf die regionale Gründungsdynamik, Unternehmensansiedlungen, Wissens- und Technologietransfer und Beschäftigung. „Mit dem Erwerb der GZP III legt Bottrop den Grundstein für ein zukunftsfähiges Innovations- und Gründerzentrum – ein wichtiger Schritt für die wirtschaftliche und technologische Zukunft Bottrops und der gesamten Region.“, sagt Oberbürgermeister Matthias Buschfeld.