Flächen gestalten, Projekte entwickeln.

23.05.2016

Stiftungszweck weit vorausschauend gesichert

Die RAG-Stiftung bereitet sich mit Hochdruck auf die Ära nach dem aktiven Steinkohlenbergbau vor. „Wir sind bestens für unsere Zukunftsaufgaben gerüstet“, resümierte Dr. Werner Müller, Vorsitzender des Vorstandes der RAG-Stiftung, heute im Rahmen des Presse-Jahresgesprächs.

Die RAG-Stiftung hat im Geschäftsjahr 2015 einen weiteren entscheidenden Schritt zur Sicherung der Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben gemacht. Hierfür muss sie nach Beendigung des Steinkohlenbergbaus ab 2019 durchschnittlich einen Überschuss von rund 220 Millionen € pro Jahr erwirtschaften. Dieser betrug im vergangenen Jahr rund 334 Millionen €, so dass die Rückstellung für die Ewigkeitslasten auf knapp 4,5 Milliarden € erhöht werden konnte. Hierzu Müller: „Seit Bestehen der Stiftung haben wir Jahr für Jahr deutlich mehr erwirtschaftet, als wir ab 2019 aufbringen müssen. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen, mit steigender Tendenz. So haben wir für 2019 Erträge von über 400 Millionen € eingeplant.“ Müller stellte erneut klar, dass damit die Steuerzahler nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus nicht zur Kasse gebeten werden.

Das Stiftungsvermögen betrug zum Jahresende 2015 knapp 16 Milliarden €. Der Löwenanteil entfiel mit rund 10 Milliarden € auf die 68-prozentige Beteiligung an der Evonik Industries AG. Die Vivawest, an der die Stiftung 30 Prozent hält, trug mit ca. 1,5 Milliarden € zu dem Stiftungsvermögen bei, wenn man die Börsenkursentwicklung vergleichbarer Unternehmen zugrunde legt. Über das erfolgreiche Management der diversifizierten Kapitalanlagen in Höhe von 4,1 Milliarden € konnte die Stiftung ihr Vermögen ebenfalls ausbauen.
„Mit einem krisenfesten Mix an Einkünften, verteilt auf mehrere Standbeine, stärken wir die Vermögensbildung der Stiftung zur Sicherung der Ewigkeitsaufgaben deutlich“, erklärte Finanzvorstand Dr. Helmut Linssen. „Auch in Zeiten von Niedrigzinsen gehört Jammern nicht zu unserem Portfolio.“ Die erweiterte Anlagestrategie der Stiftung habe sich klar bewährt. Sie investiert global und breit diversifiziert sowohl in liquide Kapitalanlagen wie z.B. in Aktien, Staats- und Unternehmensanleihen als auch in illiquide Kapitalanlagen wie Mittelstandsbeteiligungen und Private-Equity-, Infrastruktur- sowie Immobilienfonds. Insbesondere das Engagement in illiquide Anlagen soll in einem ersten Schritt spürbar um 10 Prozent ausgebaut werden. „Dabei spielen unsere Immobilieninvestments eine wichtige Rolle“, erklärte Linssen. „Allein im vergangenen Jahr haben wir mit diesen eine Rendite von 7,8 Prozent erzielt.“
„Die Vermehrung von Vermögen und Erträgen zur Finanzierung der Ewigkeitskosten ist die ureigene Aufgabe der Stiftung“, betonte Müller. „Diesen vorrangigen Stiftungszweck sehen wir weit vorausschauend gesichert. Auch das Jahr 2016 ist vielversprechend gestartet, so dass wir von einem Überschuss von mindestens 350 Millionen € ausgehen.“

Personalvorstand Bärbel Bergerhoff-Wodopia hob hervor, dass sich die Stiftung weiterhin in der Mitverantwortung sieht, die Zukunft der ehemaligen Kohlereviere aktiv zu entwickeln und mitzugestalten. „Deshalb haben wir das Fördervolumen für Bildung, Wissenschaft und Kultur um weitere drei Millionen € auf 10,5 Millionen € in 2016 aufgestockt“, erklärte sie. „Wir fördern in diesen Bereichen gezielt Projekte, die den Wandel in den Bergbauregionen unterstützen und Perspektiven für die Menschen schaffen.“

Darüber hinaus hat die Stiftung gemeinsam mit der RAG und Evonik sowie in Zusammenarbeit mit der IG BCE die Initiative „Glückauf Zukunft!“ ins Leben gerufen. „Unser Ziel ist es, den deutschen Steinkohlenbergbau würdig zu verabschieden und zugleich mit neuen Impulsen die Attraktivität der Bergbauregionen zu bewahren“, erläuterte Bergerhoff-Wodopia. Dazu gehört neben anderen Projekten das Zukunftsforum 2016, bei dem nationale und internationale Experten Lösungsansätze für die künftigen Herausforderungen des Ruhrgebiets diskutieren.

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