Flächen gestalten, Projekte entwickeln.

04.10.2016

Integration beginnt im Quartier

Mit dem Projekt „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“ entwickeln die RAG Montan Immobilien GmbH und die Vivawest GmbH Lösungsvorschläge für gelingende Integration in Quartieren. Durch Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven und Kompetenzen sollen völlig neue Ansätze entstehen, die Modellcharakter für Ballungsräume in ganz Deutschland haben.  

„Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“ ist ein Projekt im Rahmen des Programms  „Glückauf Zukunft!“, mit dem die RAG-Stiftung, die RAG Aktiengesellschaft und die Evonik Industries AG den Steinkohlenbergbau in Deutschland würdig verabschieden und gleichzeitig Zukunftsimpulse für die Weiterentwicklung der Region setzen wollen.

In Anwesenheit des nordrhein-westfälischen Ministers für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, Michael Groschek, wurden im Rahmen einer Podiumsdiskussion auf der EXPO REAL erstmals Einblicke in das Projekt „Glückauf Nachbarn – Modellquartier Integration“ gegeben. Integration wird in diesem Vorhaben weit gefasst und bedeutet nicht nur die Bewältigung der Integration von Zuwanderern, Flüchtlingen oder Menschen mit Migrationshintergrund. Integration meint in diesem Projekt neben Migration insbesondere auch Aspekte der Demografie, Bildung, Religionen, sozialer Strukturen oder Barrierefreiheit.

Minister Michael Groschek, Schirmherr des Projekts, sagte zur Präsentation von „Glückauf Nachbarn“: „Integration wird die gesellschaftliche Agenda der nächsten Jahre bestimmen. Vielfalt belebt unsere Kultur, Städte und Gemeinden und ist für die Weiterentwicklung der Region eine große Chance. ,Glückauf Nachbarnʻ ist ein Projekt mit Weitsicht. Es nimmt die Interessen aller in den Blick und fördert gutes Miteinander in Quartieren. Nur so kann nachhaltige Integration gelingen.“

Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG Aktiengesellschaft, erläuterte die Motivation des Projektes: „Das Ruhrgebiet hat eine historische Integrationsleistung vollbracht. Millionen Menschen, die als Gastarbeiter zu uns gekommen sind, haben im Revier eine neue Heimat gefunden – nicht zuletzt aufgrund des Engagements der Bergbauunternehmen. Wir sehen es daher als unsere Aufgabe, auch nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus, bei dieser aktuellen gesellschaftlichen Herausforderung mit unseren Kompetenzen und Möglichkeiten als Vorreiter voranzugehen und innovative Ideen und Impulse zu entwickeln.“

Claudia Goldenbeld, Geschäftsführerin der Vivawest GmbH: „Mit dem ,Modellquartier Integration‘ wollen wir eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen entschlossen angehen. Integration findet dort statt, wo die Menschen leben. Deshalb muss Integrations-arbeit in den Quartieren beginnen. Mit ,Glückauf Nachbarn‘ wollen wir zeigen, welche Möglichkeiten die aktive Quartiersentwicklung in der heutigen Zeit hat, lebendige und lebenswerte Quartiere durch Integration zu schaffen.“

Das Projekt „Glückauf Nachbarn“ folgt einem zweistufigen Prozess. Bereits seit Mai dieses Jahres erarbeiten sechs Experten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen in einer Denkfabrik Thesen zur Förderung von Integration in der Nachbarschaft. Als Experten sind benannt:

·         Stadt- und Quartiersentwicklung: Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher, Leiterin des Fachgebietes Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung der TU Dortmund

·         Soziologie: Prof. Dr. Rolf G. Heinze, Inhaber des Lehrstuhls für allgemeine Soziologie, Arbeit und Wirtschaft der Ruhr-Universität Bochum

·         Bildung: Prof. Dr. Veronika Fischer, Professorin für Erziehungswissenschaft an der Hochschule Düsseldorf

·         Lokale Ökonomie: Dr. Stefan Gärtner, Direktor des Forschungsschwerpunkts Raumkapital am Institut Arbeit und Technik in Gelsenkirchen

·         Integration: Serap Güler, Sprecherin des Integrationsausschusses des Landtags von Nordrhein-Westfalen

·         Flüchtlingsthematik: Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrats Nordrhein-Westfalen e. V.

Parallel zur Entwicklung der Thesen in der Denkfabrik bereitet ein Historiker die Geschichte der Integrationsleistungen des Steinkohlenbergbaus sowie die der beteiligten Unternehmen auf. Die historische Aufbereitung sowie die Thesen der Experten sind Grundlage für die darauf folgende Werkstatt.

Ralf Giesen, Geschäftsführer der Vivawest GmbH: „Integration in dem umfassenden Sinne unseres Projektes erfordert die Bündelung vieler Kräfte. Die Auswahl der Experten stellt eine interdisziplinäre Herangehensweise sicher. Durch die Einbeziehung der Immobilienwirtschaft lassen sich Ideen schnell mit den Anforderungen der Praxis spiegeln. So können wir realisierbare Lösungen entwickeln.“

In der Werkstatt, die 2017 starten wird, entwickeln interdisziplinäre und internationale Planungsteams auf Basis der Ergebnisse aus der Denkfabrik konkrete städtebauliche Lösungsansätze für ein harmonisches Miteinander im Quartier. Die Lösungsansätze der Werkstatt werden exemplarisch für das Quartier Duisburg-Vierlinden und die ehemalige Bergbaufläche Kamp-Lintfort Friedrich-Heinrich entwickelt und sollen Modellcharakter für andere Ballungsräume haben. Die Ergebnisse werden im Sommer 2017 der Öffentlichkeit präsentiert.

„Mit diesem Projekt wollen wir das Miteinander im Revier stärken und den sozialen Zusammenhalt in der Nachbarschaft fördern“, schließt Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Geschäftsführer RAG Montan Immobilien. „,Glückauf Nachbarn‘ soll einen entscheidenden Beitrag zur Revitalisierung ehemaliger Bergbaustandorte und nachhaltigen Quartiersentwicklung leisten – auch über das Ruhrgebiet hinaus.“

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