Flächen gestalten, Projekte entwickeln.

06.03.2015

Einzigartige Industrienatur auf dem Welterbe Zollverein

Ein besonderes Ökosystem gemeinsam stärken: Am 6. März 2015 unterzeichneten RAG Montan Immobilien GmbH, der NABU NRW e.V., das Ruhr Museum und die Stiftung Zollverein vor dem Herbarium im Ruhr Museum zu diesem Zweck einen Kooperationsvertrag. Ziel der Zusammenarbeit ist es, den Besuchern des UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen die einzigartige Natur auf dem Gelände näherzubringen. 2015 sollen als erste Ergebnisse eine Natur-Wanderkarte und ein Naturführer im Klartext-Verlag erscheinen, die interessante Details zu den auf dem Welterbe lebenden Pflanzen- und Tierarten vermitteln.

Zur Vertragsunterzeichnung am Freitag waren Prof. Dr. Hans-Peter Noll, Vorsitzender der Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien GmbH, Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender des NABU NRW e.V., Prof. Heinrich Theodor Grütter, Direktor des Ruhr Museums und Hermann Marth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein anwesend. "Das Welterbe Zollverein ist das beliebteste Ausflugsziel im Ruhrgebiet. Besucher können dort nicht nur Industriegeschichte lebendig erfahren und vielfältige Kulturangebote wahrnehmen, sondern auch eine eindrucksvolle Naturlandschaft entdecken. Diese gilt es stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken", sagte Hermann Marth. Prof. Heinrich Theodor Grütter hob hervor: "Die Industrienatur auf Zollverein ist durch die zahlreichen Pflanzen und Tiere, die sich durch die Industrie und nach der Industrie angesiedelt haben, einzigartig."

Im 70 Hektar großen ZOLLVEREIN® Park, der beliebtes Freizeitziel und Naherholungsgebiet ist, sind mehr als 500 Farn- und Blütenpflanzenarten, etwa 100 Flechtenarten, rund 40 Vogelarten und über 20 Schmetterlingsarten nachgewiesen. Viele zum Teil sehr seltene Tiere und Pflanzen haben die Brachflächen und Gebäude der Zeche und Kokerei erobert. So findet sich dort beispielsweise die Zerreiche, die eigentlich im submediterranen Raum beheimatet ist. Zwischen den stillgelegten Gleisen haben sich auch zahlreiche Pflanzen angesiedelt, die per Schiff und Bahn mit Warentransporten ins Ruhrgebiet anreisten: Goldruten und Nachtkerzen aus Nord-Amerika, das Schmalblättrige Greiskraut aus Südafrika, der Schmetterlingsflieder aus China und die Blaue Lampionblume aus Peru sind heute auf Zollverein zuhause.

Josef Tumbrinck, Landesvorsitzender des NABU NRW e.V., erklärte während des Pressetermins: "Natürliche Refugien im Siedlungsraum haben in den vergangenen Jahrzehnten für den Erhalt der Biodiversität eine immer größere Bedeutung bekommen, weil besonders in der landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaft zahlreiche Arten starke Bestandseinbrüche erleiden. Für viele von ihnen ist der Siedlungsraum zur zweiten Heimat und damit zu einem Rettungsanker geworden. Das Zollverein-Gelände steht stellvertretend für viele ehemalige Industrieflächen im Ruhrgebiet und bietet eine hervorragende Möglichkeit, dies ganzjährig zu erleben."

Prof. Dr. Hans-Peter Noll betonte abschließend: "Wir erleben hier Natur aus zweiter Hand in vielfältigen Lebensräumen und verschiedenen Entwicklungsstadien auf engstem Raum. Auf Zollverein bieten feuchte, trockene, bewaldete Flächen oder Flächen noch ohne Entwicklung sowie Gebäude und ehemalige Industrieanlagen vielfältigen Lebensraum für Flora und Fauna. Dieses Natur-Geheimnis gilt es öffentlich bewusst zu machen, damit wir jetzt und für die Zukunft nachfolgender Generationen verantwortungsvoll mit diesem Schatz im Essener Norden umgehen und ihn bewahren."

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