Flächen gestalten, Projekte entwickeln.

Sanierung startet auf der ehemaligen Schachtanlage und Kokerei Emil Emscher

15.05.2019 - Startschuss für Freiheit Emscher

Auf der 40 Hektar großen Fläche in Essen direkt an der B224 der ehemaligen Schachtanlage und Kokerei Emil Emscher startet die RAG Montan Immobilien im Juni mit der Sanierung. Die Arbeiten sind vorbereitende Maßnahmen zur Entwicklung der Fläche für die Ansiedlung von großflächigem Gewerbe und Logistik. Emil Emscher ist eine von fünf ehemaligen Bergbauflächen im interkommunalen Projekt  Freiheit Emscher.

Die Sanierungsarbeiten werden voraussichtlich ab Juni 2019 wochentags zwischen 7 und 18 Uhr sowie gegebenenfalls samstags zwischen 8 und 16 Uhr durchgeführt. Der Baustellenverkehr wird im Wesentlichen über die B 224 erfolgen. Da zu verschiedenen Zeiten in der Projektphase die Zulieferung von Bodenmaterialien erforderlich sein wird, ist diskontinuierlich mit erhöhtem LKW-Verkehr zu rechnen. Dabei ist von maximal 50 bis 100 LKW-Fahrten pro Arbeitstag auszugehen. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende 2021 abgeschlossen.

Die Baumaßnahme hat im Wesentlichen zwei Ziele. Einerseits werden alle belasteten Böden in einem sogenannten Umlagerungsbauwerk, welches im Bereich der ehemaligen Kokerei entstehen wird, sicher eingelagert. Andererseits wird der aufgefüllte Boden flächendeckend abgetragen, Fundamente entfernt, Hohlräume verfüllt und Müll sowie grobe Bestandteile aussortiert.  Anschließend wird der aufbereitete Boden verdichtet wieder eingebaut, so dass die geplante gewerbliche Nutzung möglich wird.

Das Büro Ahlenberg Ingenieure aus Herdecke wird kontinuierlich alle sanierungstechnischen Maßnahmen überwachen. Die RAG Montan Immobilien wird die Arbeiten so steuern, dass Belästigungen der Nachbarschaft auf ein Minimum reduziert werden. Sollten sich trotzdem Beeinträchtigungen ergeben, steht seitens der RAG Montan Immobilien der verantwortliche Projektingenieur  Michael Otto zur Verfügung: Tel.: 0201 / 378-1712, Mail: michael.otto(at)rag-montan-immobilien.de.

Mit dem Sanierungsbeginn nehmen die Planungen zum neuen urbanen Zentrum Freiheit Emscher konkrete Formen an: Nur zwei Jahre nach Start der Machbarkeitsstudie beginnt die Umsetzungsphase eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Nordrhein-Westfalens. Das städtebauliche Konzept für das künftige Gewerbegebiet Emil Emscher liegt vor, sodass noch 2019 mit den Arbeiten begonnen werden kann. Im Mai haben die Städte Essen und Bottrop sowie die RAG Montan Immobilien die Bürger in einer öffentlichen Informationsveranstaltung über den Projektfortschritt informiert und sie in den Planungsprozess eingebunden. So stellten die Projektpartner das Struktur- und Nutzungskonzept für das insgesamt 1.700 Hektar große Areal Freiheit Emscher, den Bebauungsplan „Freiheit Emscher: Gewerbegebiet Emil Emscher“ sowie die Pläne zum Sanierungsbeginn vor.

Ziel der „Freiheit Emscher“ ist es, das Areal mitsamt von fünf ehemaligen Bergbauflächen  wie Emil Emscher neu zu erschließen und zu einem urbanen Zentrum zwischen Essen und Bottrop zu entwickeln. Dafür haben von 2017 bis Anfang 2019 die Städte Essen und Bottrop sowie die RAG Montan Immobilien als Projektpartner gemeinsam einen strategischen Masterplan für das Gebiet nördlich und südlich des Rhein-Herne-Kanals und der Emscher erarbeitet.

Informierten über den Projektfortschritt (v.l.n.r.): die drei Projektleiter von Freiheit Emscher Gernot Pahlen (RAG Montan Immobilien), Steffen Lenze (Stadt Essen), Ursula Dickmann (Stadt Bottrop), Michael Otto (Projektingenieur RAG Montan Immobilien) sowie Andreas Müller (stellv. Leiter Amt für Planung und Bauordnung Stadt Essen). Bild herunterladen

Projektingenieur Michael Otto stellte die beginnenden Sanierungsarbeiten auf der 40 Hektar großen Fläche Emil Emscher vor. Bild herunterladen