Flächen gestalten, Projekte entwickeln.

Projekte mit Gesamtaufwand von 16 Millionen Euro vorgestellt

09.10.2020 - RAG Montan Immobilien wird restrukturiert

Die RAG Montan Immobilien GmbH wird im Jahr 2020 Sanierungs- und Entwicklungsprojekte im Saarland im Wert von insgesamt 16 Millionen Euro bearbeiten. Dabei stehen vor allem Sanierungs- und Entwicklungsprojekte in den Kommunen Luisenthal, Ensdorf, Friedrichsthal, Neunkirchen und Riegelsberg im Fokus. Das teilte das Unternehmen heute (9. Oktober 2020) im Jahrespressegespräch in Ensdorf-Duhamel, der saarländischen Dependance des RAG-Konzerns, mit.

In Luisenthal haben aktuell weitere Arbeiten zur Sanierung der Bergehalde begonnen. Die Rückbauarbeiten auf der Tagesanlage stehen vor der dritten Phase: Hier finden derzeit die letzten Abstimmungen mit den Behörden bezüglich der denkmalgeschützten Gebäude statt. Die Sanierung des Albertschachtes ist bis auf Restarbeiten abgeschlossen. „Leider konnten wir in diesem Jahr keine Bürgerinformationen vor Ort durchführen. Weder in Luisenthal noch auf unseren anderen Sanierungsflächen“, erklärte Rudolf Krumm, Prokurist der RAG Montan Immobilien. Der intensive und kooperative Austausch mit den Stadtverwaltungen konnte dagegen auch unter Corona-Bedingungen fortgesetzt werden. Was eine mögliche Folgenutzung der Anlage Luisenthal angeht, sei die Stadt Völklingen derzeit dabei, das bestehende integrierte Stadtteilentwicklungsprojekt mit den Schwerpunkten „Wohnen“ und „Ort des Gedenkens“ weiter zu entwickeln. „Allerdings ist die Realisierung des Gesamtprojektes nach wie vor ungeklärt“, betonte Krumm.

Auch in Ensdorf sind die Rückbauarbeiten auf dem betrieblich nicht mehr benötigten Teil der Tagesanlage weitestgehend abgeschlossen. Man sei dabei, die Förderfähigkeit der Folgenutzung aus dem bestehenden Masterplan-Konzept für den ersten Bauabschnitt zu klären. Parallel laufen die Planungen zur Sanierung der Bergehalde. Dabei geht es schwerpunktmäßig um die Themen Standsicherheit, Brandbekämpfung und Entwässerung sowie Abdeckung des ehemaligen Absinkweihers. Neben den naturschutzrechtlichen Belangen stellt dabei das Saarpolygon eine große Herausforderung dar. Diese besteht darin, die Sanierung so zu planen, dass die Erreichbarkeit des Polygons möglichst jederzeit gewährleisten ist. Auch hier steht das Unternehmen im ständigen informellen Austausch mit der Gemeinde. Die Öffentlichkeit wird zu gegebener Zeit über die Sanierungsplanung informiert. Grundsätzlich gilt, dass Transparenz bei der Durchführung aller Maßnahmen auf dem Ewigkeitsstandort der RAG und dem Zukunftsstandort der RAG Montan Immobilien sehr wichtig ist.

Als weiteres Großprojekt wurde die Halde Maybach vorgestellt. Seit Anfang Mai dieses Jahres werden dort Bodenmassen über die ehemalige Bergetransportstraße angeliefert. Die untere Fläche der Halde wird eingeebnet und mit den zusätzlichen Bodenmassen aufgebaut. Auf der oberen Fläche wird damit zudem eine vorhandene Senke aufgefüllt und die Endgestaltung hergestellt.  Die Planungen zur Sanierung der übersteilen Haldenflanke auf Hühnerfelder Seite sind noch nicht abgeschlossen. „Die Gutachten sind beauftragt, die Ergebnisse bekommen wir aber erst im nächsten Jahr“, erläuterte Krumm. „Auch hier werden wir umgehend informieren, sobald wir Klarheit haben.“

Abgeschlossen ist die Sanierung der Bergehalde Madenfelderhof in Landsweiler-Reden. Hier ist die Bergaufsicht beendet und die Halde an die Industriekultur Saar (IKS) übergeben worden. Sie ist seit Juli Bestandteil des Erlebnisortes Reden und für die Öffentlichkeit zugänglich.

Ebenfalls fast abgeschlossen ist die Vermarktung des Wohnbaugebietes Geißwies in Friedrichsthal. „Das Wohnbaugebiet war mit einer äußerst kurzen Vermarktungsphase ein absolutes Erfolgsprojekt“, so Krumm. Von ursprünglich 60 Baugrundstücken steht nur noch eins zum Kauf zur Verfügung.

Bei dem geplanten Wohnbaugebiet „Auf dem Hahn“ in Riegelsberg befinde man sich derzeit im Bebauungsplanverfahren in der Auswertungsphase der frühzeitigen Bürgerbeteiligung. Unter der Prämisse, dass die Gremien der Gemeinde zustimmen, erwartet das Unternehmen einen rechtskräftigen Bebauungsplan im Jahr 2021. „Wir spüren eine starke Nachfrage nach Bauland“, erklärte Krumm. „Wir haben unseren Grundbesitz dahingehend überprüft und sehen Potenziale unter anderem im Regionalverband.“

2020 werden für rund fünf Millionen Euro 10 Schächte in der ehemaligen Bergbauregion saniert. „Die Befahrung und Sicherung von Tagesöffnungen sind Bestandteil unserer Tätigkeit. Durch diese Maßnahmen stellen wir sicher, dass diese Schächte für die Zukunft langfristig gesichert sind“, so Krumm.

Voraussichtlich noch in diesem Jahr wird die RAG Montan Immobilien die Arbeiten zum Verfüllen des Warndtstollens ausschreiben. Da sich der Stollen dicht unter der Oberfläche befindet, besteht eine sogenannte Tagebruchgefahr, die beseitigt werden muss. Die besondere Herausforderung stellt hierbei die Lage im Naturschutzgebiet dar. Aus diesem Grund haben die Experten der RAG Montan Immobilien ein Verfahren entwickelt, das die Arbeiten an dem etwa fünf Kilometer langen Stollen größtenteils von unter Tage aus möglich macht. Damit können Eingriffe auf der Tagesoberfläche auf das notwendige Maß reduziert werden. Das Großprojekt wird in etwa drei Jahre in Anspruch nehmen und hat ein Volumen von fünf Millionen Euro.

Die größte Sanierungsmaßnahme der RAG Montan Immobilien im Saarland befindet sich in Neunkirchen-Heinitz. Das Unternehmen saniert hier eine 14 Hektar große Fläche. Durch Verzögerungen bei der geplanten Sanierung der Halde Lydia verzögert sich der Abschluss der ersten Bauabschnitte in Heinitz. Mit dem Bergematerial der Halde Lydia sollte die Sanierungsfläche abgedeckt werden. Dies ist Voraussetzung, dass die Fläche nach Beendigung der Bergaufsicht Bestandteil des Naturschutzgroßprojektes LIK.Nord wird. Diese Abdeckung verzögert sich nun. Ein guter Kompromiss konnte hinsichtlich einer späteren Anspritzbegrünung gefunden werden: Die zuständigen Behörden haben einer Änderung der Sanierungsplanung zugestimmt und den Weg für die Anspritzbegrünung in Bereichen der steilen Böschungen geebnet. Damit können diese Flächen vor Erosion besser geschützt werden, den Forderungen der Bürger nach einer schnelleren Begrünung wird entsprochen und einer Folgenutzung durch die LIK.Nord nicht geschadet. Ansonsten verläuft das 15 Millionen Projekt planmäßig.

Auch „grüne Projekte“ standen und stehen in diesem Jahr wieder auf dem Programm. So hat die Landschaftsagentur Plus (LA Plus), eine Tochtergesellschaft der RAG Montan Immobilien, in Sulzbach das Gelände des ehemaligen Freibades renaturiert und den dort kanalisierten Bläubach offengelegt. Derzeit renaturiert das Unternehmen einen weiteren, 550 Meter langen Abschnitt des Sulzbachs bei Schnappach. Auftraggeber dieser Planungsleistung ist die Stadt Sulzbach. In Saarwellingen wurde das Unternehmen mit den Planungsleistungen für die Renaturierung des Ellbachs beauftragt und in Ensdorf mit der Renaturierung des Lochbachs. Ein weiteres Projekt, bei dem die LA Plus Maßnahmen übernehmen wird, ist die geplante Renaturierung des Lauterbachs.

Die Geschäftsanteile an der Beteiligungsgesellschaft montanSOLAR GmbH hat die RAG Montan Immobilien an den Mitgesellschafter Wircon GmbH aus strategischen Gründen verkauft.

Eine strategischen Neuausrichtung steht dem Unternehmen derzeit auch im eigenen Hause bevor. So hatte die RAG Aktiengesellschaft bereits 2019 beschlossen, durch organisatorische Optimierung ihrer immobilienwirtschaftlichen Aufgaben den Geschäftsbetrieb im Nachbergbau beständig wirtschaftlicher zu gestalten. Als nächsten Schritt wurde nun angekündigt, dass die RAG Aktiengesellschaft das Geschäftsfeld „Management Nachbergbau“ von der Tochtergesellschaft RAG Montan Immobilien übernehmen und im eigenen Hause integrieren wird.

Nach der geplanten Neuorganisation wird die Flächenentwicklung in den ehemaligen Bergbauregionen an der Ruhr, in Ibbenbüren und im Saarland Kerngeschäft der RAG Montan Immobilien GmbH bleiben. Sie leistet damit weiterhin einen wesentlichen Beitrag zum Strukturwandel.

„In den letzten zehn Monaten hat die Geschäftsführung der RAG Montan Immobilien das Unternehmen mit Hochdruck auf die beabsichtigte Abgabe des Geschäftsfeldes „Management Nachbergbau“ vorbereitet und damit auch die Grundlage für die notwendige Organisationsstraffung geschaffen“, erläuterte Stefan Hager, neuer Geschäftsführer der RAG Montan Immobilien. Hager, Leiter des Unternehmensbereichs Standort- und Geodienste der RAG Aktiengesellschaft, übernimmt die Aufgaben der Geschäftsführung zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben. Michael Kalthoff, Vorstand Finanzen der RAG Aktiengesellschaft, leitet als Vorsitzender der Geschäftsführung die Gesellschaft zusätzlich zu seinen bestehenden Aufgaben. Der langjährige Arbeitsdirektor der RAG Montan Immobilien, Ulrich Wessel, komplettiert die Geschäftsführung.

Stefan Hager ist seit dem 1. Oktober auch der zuständige Regionalbeauftragte der RAG an der Saar.

Jahrespressegespräch der RAG Montan Immobilien GmbH in der RAG Repräsentanz in Ensdorf. Foto: RAG Montan Immobilien / BeckerBredel, Laura Ockenfels

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Stefan Hager, Geschäftsführer RAG Montan Immobilien sowie Regionalbeauftragter der RAG an der Saar

Stefan Hager, Geschäftsführer RAG Montan Immobilien sowie Regionalbeauftragter der RAG an der Saar Foto: RAG Montan Immobilien / BeckerBredel, Laura Ockenfels Bild herunterladen

Rudolf Krumm, Prokurist RAG Montan Immobilien GmbH Foto: RAG Montan Immobilien / BeckerBredel, Laura Ockenfels

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Jahrespressegespräch der RAG Montan Immobilien GmbH in der RAG Repräsentanz in Ensdorf. Foto: RAG Montan Immobilien / BeckerBredel, Laura Ockenfels Stefan Hager, Geschäftsführer RAG Montan Immobilien sowie Regionalbeauftragter der RAG an der Saar Rudolf Krumm, Prokurist RAG Montan Immobilien GmbH Foto: RAG Montan Immobilien / BeckerBredel, Laura Ockenfels

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