Flächen gestalten, Projekte entwickeln.

Planungen zum Wohnbaugebiet „Auf dem Hahn“ schreiten voran

22.06.2020 - Frühzeitige Bürgerbeteiligung ist gestartet

Die frühzeitige Bürgerbeteiligung für das geplante 4,5 Hektar große Wohnbaugebiet „Auf dem Hahn“ ist am Donnerstag, 18. Juni, mit einer vorgeschalteten Informationsveranstaltung in der Riegelsberghalle gestartet. Eingeladen hatte die Gemeinde Riegelsberg und die RAG Montan Immobilien GmbH. Trotz aller Corona-Auflagen war das Interesse der Öffentlichkeit groß. Rund 150 interessierte Bürger, Bauwillige und Ratsmitglieder nahmen an der Veranstaltung teil. Die offizielle Beteiligung der Öffentlichkeit nach Baugesetzbuch startete mit dem Aushang aller Planunterlagen am 19. Juni im Rathaus Riegelsberg und endet am 20. Juli.  

„Riegelsberg ist eine attraktive Gemeinde, insbesondere für junge Familien. Deswegen gibt es eine große Nachfrage nach Wohnbauflächen“, erklärte Klaus Häusle, Bürgermeister der Gemeinde Riegelsberg. „Wir müssen uns deshalb mit dem Thema „neuer Wohnraum“ ernsthaft auseinandersetzen.“

Der Gemeinderat habe deshalb am 16. Dezember mit großer Mehrheit den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Damit ist das Verfahren auf den Weg gebracht. „In diesem Verfahren müssen selbstverständlich alle aufkommenden Fragen, Probleme und Konflikte ernst genommen, diskutiert und Lösungsvorschläge abgewogen werden. Mir ist es wichtig, neben den Fachbehörden auch frühzeitig die Bürger anzuhören. Deshalb machen wir diese Informationsveranstaltung. Die Bürger können sich informieren, Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschläge einbringen.“

Die RAG Montan Immobilien plant in Riegelsberg ein qualitativ hochwertiges Projekt zu realisieren, das den aktuellen umweltrechtlichen Anforderungen entspricht und ein modernes städtebauliches Konzept aufweist, erklärte Martin Krantz, Bereichsleiter für Flächenentwicklung im Saarland bei der RAG Montan Immobilien. „Die Vereinbarkeit von Natur und Umwelt ist dabei eine Selbstverständlichkeit“, so Krantz. Für die Erschließung des hochwertigen Wohnstandortes wird das Unternehmen geschätzt fünf bis sechs Millionen Euro investieren. Auf der Fläche sollen etwas mehr als 50 Baugrundstücke für Einfamilienhäuser und Doppelhäuser entstehen. Im Zentrum des Gebietes sind zusätzlich einige Mehrfamilienhäuser geplant. „Zählt man die individuellen Hochbaukosten dieser Wohneinheiten noch hinzu, reden wir hier von einer Gesamtinvestition von mindestens 30 bis 35 Millionen Euro.“

Claudia Lennartz und Tobias Rexer vom Planungsbüro AGStA Umwelt GmbH aus Völklingen, stellten detailliert den derzeitigen Bebauungsplanentwurf und den Umweltbericht vor. Neben den städtebaulichen Aspekten, wie Gliederung des Baugebietes, zulässige Bebauung, bauliche Ausnutzbarkeit der Grundstücke etc. gingen sie dabei auch intensiv auf die Umweltaspekte und die umfangreichen Bestandserhebungen von Flora und Fauna ein.

In diesem Zusammenhang wurde erläutert, dass es sich nur bei  kleinen Teilbereichen des Baugebiets im Randbereich um Feuchtzonen (umgangssprachlich „Feuchtwiesen“) handelt, die überwiegend von der Planung ausgespart und damit erhalten werden können. Auch der Umgang mit der am Gebietsrand vorkommenden Wildorchidee und die Themen Klimaschutz sowie Entstehung bzw. Verlauf von Kaltluftzonen wurden vorgestellt.

Ulrich Gänssle und Wolfgang Jakobs vom Fachbüro PJG aus Saarbrücken informierten über die Themen Entwässerung, Erschließung und Verkehr. Es werden umfangreiche Vorkehrungen zur Reduzierung künftiger Hochwassergefahren am Hahnhümes getroffen. Danach wird Schmutzwasser und Regenwasser getrennt gesammelt. Außerdem wird der Zulauf des Regenwassers in den Bach erstens durch eine Kombination  verschiedener Rückhaltemaßnahmen zeitlich verzögert und zweitens gegenüber dem heutigen Zustand um die Hälfte reduziert. Um dies zu gewährleisten, sind auf den Privatgrundstücken Zisternen zwingend vorgeschrieben. Hinzu kommen Entflechtungsmaßnahmen an bestehenden Kanälen in der Hahnenstraße und ein mit sehr großen Kapazitätsreserven dimensioniertes neues Regenrückhaltebecken. All diese Maßnahmen tragen zu einer deutlichen Verbesserung gegenüber der heutigen Hochwassersituation am Hahnhümes bei Starkregenereignissen bei.

Die geplante Verkehrserschließung sieht ein Ringsystem vor, das von zwei Stellen an der Hahnenstraße aus erfolgen soll. Wie die Planer weiter berichteten, wurden zur Vorbereitung der Planung bereits 2016 erste Verkehrszählungen vorgenommen und kürzlich ein Entwurf eines Verkehrsgutachtens vorgelegt. Der Verkehr könne über mehrere Routen aus dem Plangebiet abfließen. Dies funktioniere grundsätzlich problemlos. Auch werde derzeit noch eine Fußwegverbindung zwischen Plangebiet und Ziegelhütter Straße geprüft, die die fußläufige Erreichbarkeit des Ortszentrums und der Schulen erheblich verbessere und damit auch wieder mindernd auf den Fahrverkehr wirke. Die weitere Ableitung des Zusatzverkehrs über die Saarbrücker Straße laufe den überwiegenden Teil des Tages problemlos. Allerdings führe der Zusatzverkehr in der Spitzenstunde am Nachmittag (16:00 bis 17:00 Uhr) an der ampelgeregelten Kreuzung an der B 268  Saarbrücker Straße / Lampenester Straße zu etwas längeren Rückstausituationen von etwa 5 Fahrzeugen in der Saarbrücker Straße. Als Verbesserungsmaßnahmen sollen die Ampelsteuerungen überprüft und ggf. angepasst werden.

Michael Boes, Prokurist der Landschaftsagentur Plus GmbH, erläuterte zum Schluss noch die vorgesehene ökologische Ausgleichsmaßnahme. Die RAG Montan Immobilien GmbH hat diese Ausgleichsmaßnahme bereits beauftragt, sodass dieser Verpflichtung aus dem Bauleitplanverfahren heute schon Rechnung getragen wird. Eine mögliche Maßnahme sieht er in der ökologischen Aufwertung des Saalbachs in Heusweiler. Durch die Renaturierung dieses Nebengewässers des Köllerbachs kann die Hochwasserwelle für die Gemeinde Riegelsberg reduziert werden.

Als letzten Punkt der umfangreichen Präsentation informierte Gerd Dunzweiler, Stadtplaner der RAG Montan Immobilien, dass für die Bebauung des Gebietszentrums mit Mehrfamilienhäusern regionale Investoren angesprochen werden sollen. „Wir werden gemeinsam mit der Gemeinde Riegelsberg einen Anforderungskatalog aufstellen, der neben städtebaulichen und umwelttechnischen auch soziale Anforderungen enthalten soll“, so Dunzweiler. Ziel ist es, im Zentrum des Plangebietes nicht nur hochwertige Eigentumswohnungen sondern auch bezahlbare Mietwohnungen zu ermöglichen. Die Ausschreibung kann erst nach weiterem Fortschritt des Bebauungsplanes erfolgen und muss bezüglich der Details noch intensiv mit der Verwaltung abgestimmt und im Gemeinderat beraten werden.

Nach den detaillierten Einzelvorträgen folgten rege Diskussionen. Dabei wies Bürgermeister Häusle nochmals darauf hin, dass die Planunterlagen ab dem 19. Juni im Rathaus einzusehen sind und dass dort, und auch nur dort, schriftliche Stellungnahmen eingereicht werden können. Alle Einwendungen werden im Nachgang ausgewertet, im Gemeinderat diskutiert und abgewogen. Die Ergebnisse fließen in die weitere Planung ein, die dann der Öffentlichkeit nochmals offen gelegt wird, bevor sie abschließend vom Rat beschlossen wird.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger, die Einsicht in die Planunterlagen nehmen möchten und weitere Fragen haben, können sich bei der Gemeinde Riegelsberg unter gemeinde(at)riegelsberg.de melden.

Neue Interessenten für den Kauf von Grundstücksflächen können sich bei dem Vertriebsleiter der RAG Montan Immobilien, Markus Büch, unter der Telefonnummer 06831 4889 3602 oder markus.buech@rag-montan-immobilien.de  melden.

Informationsveranstaltung in der Riegelsberghalle. Foto: RAG Montan Immobilien (Becker&Bredel, Winfried Becker)

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