Flächen gestalten, Projekte entwickeln.

Ehemaliges Stellwerk wird Artenschutzgebäude

26.10.2018 - Weiterer Baustein zur Gestaltung des Stadtteilparks Hassel in Gelsenkirchen

Im Stadtteilpark Hassel wird das ehemalige Stellwerk zum neuen Artenschutzgebäude des Gelsenkirchener Stadtteils Hassel. Das freistehende Haus im Nordosten des Stadtteilparks wird zum Schutz für verschiedene Tiere umgebaut. RAG Montan Immobilien übergab Ende Oktober das Gebäude an die Stiftung Haus Vogelsang, die hier in enger Kooperation mit dem NABU NRW die Maßnahmen realisiert. Unterstützt wird der Umbau des Hauses durch die RAG Montan Immobilien, NRW Stiftung, Stadt Gelsenkirchen, den NABU NRW und durch die Landschaftsagentur Plus.

Angrenzend an den geplanten überregionalen Radweg „Allee des Wandels“ sollen künftig insbesondere die so genannten Kulturfolger aus Flora und Fauna ein geeignetes Zuhause finden: Dazu zählen Gebäudenutzer wie Fledermäuse, Schwalben, Falken und Eulen ebenso wie Wildbienen, Käfer oder Spinnen, die in den Mauern und im Umfeld des Stellwerks Unterschlupf und Nahrungsgründe finden sollen. Dafür wird das ehemalige Stellwerk entkernt und die Fenster werden vermauert, um ein feuchtkühles Klima zu schaffen. Es wird Luken, Nistkästen und Hängemöglichkeiten geben, der Boden erhält eine feuchte Sandschicht, und Kalkmörtel an den Außenfassaden soll Wildbienen locken.

Insgesamt ist die Gestaltung des 36 Hektar großen Stadtteilparks Hassel im Zeitplan. 2019 werden im Wesentlichen noch die letzten Kurzumtriebsplantagen-Flächen hergerichtet sowie Wege und Begrünung angelegt. Zur Gestaltung des Parks, der Olympe und der Kurzumtriebsplantage wurden rund 950.000 Tonnen Erdmassen bewegt. Voraussichtlich im Herbst 2019 beginnt die Vermarktung des etwa fünf Hektar großen Gebietes „Wohnen am Stadtteilpark“ mit 170 bis 190 Wohneinheiten.

Der Stadtteilpark Hassel wird nach Planungen der Stadt Gelsenkirchen, der BP Gelsenkirchen sowie der RAG Montan Immobilien als Bürgerpark mit hoher Aufenthaltsqualität und einem landwirtschaftlichen Bereich für die Biomasseerzeugung realisiert. Für Frühjahr 2020 ist die Eröffnung des Stadtteilparks geplant. Er ist ein wichtiger Baustein des Wandels vom bisher stark industriell geprägten Stadtteil zum attraktiven Stadtquartier im Gelsenkirchener Norden.

Freuten sich über die Realisierung des neuen Artenschutzhauses im Stadtteilpark Hassel: Nicole Büsing, Geschäftsführerin Landschaftsagentur Plus, Josef Tumbrinck, Vorsitzender NABU NRW, Dr. Ute Röder, Vorstand NRW-Stiftung, Dr. Thomas Bernhard, Untere Naturschutzbehörde Gelsenkirchen, Markus Masuth, Vorsitzender der Geschäftsführung RAG Montan Immobilien, und Ewald Steinmann, Vorstand Vogelsang Stiftung (v.l.n.r.)