Flächen gestalten, Projekte entwickeln.

Schlägel & Eisen 3/4/7
Revitalisierung mit Vorbildcharakter

Bereits vor Abschluss der endgültigen Vermarktung ist sicher: Schlägel & Eisen 3/4/7 in Herten ist ein absolutes Erfolgsprojekt. Bisheriger Höhepunkt eines intensiven Umgestaltungsprozesses, der die Bereiche Gewerbe, Kultur und Freizeit heute perfekt miteinander verbindet: die Auszeichnung mit dem Bodenschutzpreis des Landes NRW im Jahr 2018.

  • Standort: Herten
  • Nutzung: Bildung, Erholung & Freizeit, Gewerbe

Nach der offiziellen Stilllegung der Anlage im Jahr 2000 (im Rahmen der Stilllegung des Verbundbergwerkes Ewald/Hugo) realisierte die Entwicklungsgesellschaft Schlägel & Eisen (EGSE), eine gemeinsame Gesellschaft der Stadt Herten und der RAG Montan Immobilien GmbH, auf einem insgesamt 19 Hektar großen Gelände ein neues Gewerbegebiet mit Modellcharakter. Das zugrunde liegende städtebauliche Gesamtkonzept verknüpft dabei auf überzeugende Weise die Themen Gewerbe, Bildung, Qualifikation, Gastronomie, Kultur und Freizeit.

Ein Konzept, das ankommt in der Region: Zwei Jahre nach Abschluss der Sanierungs- und Erschließungsmaßnahmen im April 2016 sind mittlerweile rund 60 Prozent aller Grundstücke an kleine und mittelständische Unternehmen vermarktet oder fest reserviert. Zehn Unternehmen mit mehr als 200 Arbeitsplätzen haben sich bereits in Herten angesiedelt; weitere zehn gehen mit ihrem Bauvorhaben noch 2018 in die Realisierung bzw. haben dies angekündigt.

Ein Erfolg, der auf umfangreichen Vorbereitungen fußt. Das vormals weitgehend versiegelte Industrieareal wurde in den vergangenen Jahren zu über 50 Prozent entsiegelt, rekultiviert und als hochwertiger nachhaltiger Naturraum gestaltet. Aus einem Gebiet mit inhomogenem und kontaminierten Boden wurde ein Gelände mit belastbarem Baugrund, von dem keinerlei Gefahren mehr für Mensch und Natur ausgehen.

Mehr noch: Auf Schlägel & Eisen ist ein qualitativ hochwertiges Gewerbegebiet mit einem attraktiven Stadtteilpark, durchgängigen Fuß- und Radwegeverbindungen und der „Allee des Wandels“ entstanden, einem Fuß- und Radweg, der die Städte Herten, Recklinghausen und Gelsenkirchen miteinander verbindet. Arbeiten, Natur, Freizeit und Erholung sowie gewerbliche Neubauflächen, Bestandsgebäude und die umliegenden Wohnviertel wurden durch Sicht- und Wegebeziehungen miteinander verknüpft und sorgen für eine Wiederintegration in den Stadtraum. Aus allen Himmelsrichtung kann das ehemalige Kokerei- und Zechengelände mit der neuen parkartigen Landschaft, die einstmals „verbotene Stadt“, heute betreten und per Rad befahren werden. Das Gesamtkonzept, das unter anderem ein in den Park integriertes Sicherungsbauwerk beinhaltet, wurde im November 2018 vom NRW-Umweltministerium mit dem Bodenschutzpreis des Landes ausgezeichnet.

Für die Energieversorgung des Standortes stehen verschiedene Träger zur Verfügung. Neben der Anbindung an das bestehende Fernwärmenetz ist der Standort an das Gasversorgungsnetz angebunden. Zahlreiche der dort neu angesiedelten Unternehmen nutzen zudem Solardachanlagen und Wärmepumpentechnologien und verfolgen damit gezielt C02-Einsparungsziele.

Um Mitternacht lockte Ruhrgebietsrocker Stefan Stoppok mit seiner Band tausende ExtraSchicht-Besucher zum bunt illuminiertten RAG-Campus auf Zollverein.  Foto: Stachelhaus

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03.07.18 - Tausende Besucher auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein – 300.000 Menschen insgesamt an allen 50 Spielorten.

Schlägel und Eisen

2000

  • endgültige Stilllegung der Schachtanlage

2008

  • Bebauungsplan    

2009

  • Gründung der  Entwicklungsgesellschaft

2013

  • Beginn der Sanierung / des ABP-Verfahrens

2016

  • Schlusssteinlegung / Ende der Sanierung und offizieller Start der Vermarktung von Grundstücken und Bestandsgebäuden

2018

  • Auszeichnung mit dem Bodenschutzpreis des Landes NRW

Ansprechpartner

Bernd Lohse

Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft
Telefon: 0201 378-1841
Telefax: 0201 378-1827