Flächen gestalten, Projekte entwickeln.

17.04.2013

Photovoltaik - Wertschöpfung bleibt in der Region

Die RAG Montan Immobilien realisiert im Saarland das Projekt „Solarparks auf ehemaligen Bergbauflächen“ und leistet damit ihren Beitrag zum Strukturwandel. So soll die Zielsetzung der Energiewende im Saarland unterstützt werden. Das Unternehmen will zugleich auch zu neuer regionaler Wertschöpfung beitragen. Für den Bau von Solarparks auf ehemaligen Bergbauflächen im Saarland hat die RAG Montan Immobilien mit dem Photovoltaikspezialisten Wirsol Solar AG und weiteren Partnern die gemeinsame Projektentwicklungsgesellschaft montanSolar GmbH gegründet.

Gemeinsam mit den Stadtwerken Völklingen hat die montanSolar GmbH die Photovoltaik-Anlage Nordband auf dem ehemaligen Gelände der Kokerei Fürstenhausen errichtet. Die Anlagengröße liegt bei 3,940 MWp und kann somit 1.200 Haushalte (bei einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden) mit Sonnenstrom versorgen.

Einig sind sich die Beteiligten, dass die Zusammenarbeit bei diesem Projekt hervorragend funktionierte. Alle haben das gemeinsame Ziel, den Strukturwandel voranzubringen und die Energiewende im Saarland zu unterstützen. Gleichzeitig können Unternehmen, Kommune, Stadtwerke, Energieversorger und Bürger der Region von solchen Projekten nur profitieren.

„Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, so beispielsweise Klaus Lorig, Oberbürgermeister der Stadt Völklingen. „Ihr Ausbau ist ohne die Kommunen nur schwer möglich. Die Stadt Völklingen stellt sich ihrer Verantwortung und trägt so zum Gelingen der Energiewende bei. Wir profitieren aber nicht nur durch den Klimaschutz, wir profitieren auch von der anfallenden Gewerbesteuer.“ Der Stadtrat hat inzwischen weiteren Photovoltaik-Projekten auf ehemaligen Bergbauflächen zugestimmt.

Jochen Dahm, Geschäftsführer der Stadtwerke Völklingen ergänzt: „Wir als Stadtwerke Völklingen und Eigentümer der Grundstücksfläche und Mitgesellschafter bei Neustromland profitieren in mehrfacher Hinsicht von der Photovoltaik-Anlage. Neben dem Aspekt der Energiewende erzeugen wir mit der Anlage eine Strommenge, die dem Jahresverbrauch von 1.200 Haushalten entspricht. Aber nicht nur aus vertrieblicher Sicht ist die Anlage für uns eine Bereicherung. Durch die Errichtung der Anlage auf dem Gelände der Gewerbeansiedlungsgesellschaft Völklingen, einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke, erzielen wir als Grundstückseigentümer Pachterträge.“

Eigentümer der Anlage wird die Neustromland GmbH & Co. KG. Für Neustromland ist dies der sechste Solarpark im Saarland. Die Gesamtleistung dieser Parks liegt bei insgesamt 14 MWp. Deren Geschäftsführer Markus Bastian erläutert: “Neustromland ist ein Zusammenschluss von 17 saarländischen Stadt- und Gemeindewerken, darunter auch die Stadtwerke Völklingen, und die Enovos Deutschland AG.“ Ziel der Gesellschaft sei der koordinierte Ausbau der Erneuerbaren Energien im Saarland. Der Geschäftsführer: „Für uns ist dieses Projekt insofern bedeutend, als es sich um unseren ersten Park auf Montanflächen handelt. Außerdem wurde er erstmals mit maßgeblicher Unterstützung durch einen kommunalen Partner in die Kooperation eingebracht.“

Auch die Kreditinstitute spielen mit. Als regionales Kreditinstitut habe die Vereinigte Volksbank (VVB) den Strukturwandel mitgetragen und sich frühzeitig mit der Ausbildung interner Spezialisten sehr stark auf das Thema der Erneuerbaren Energien eingestellt, so Uli Starck, VVB-Vorstand. Dazu gehört natürlich die Finanzierung einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen, angefangen von der Photovoltaik-Anlage auf dem Einfamilienhaus bis hin zu großen und komplexen Projektfinanzierungen, oft in sehr guter Zusammenarbeit mit der RAG Montan Immobilien GmbH und den jeweiligen Kommunen. Starck: „Mit der Initiierung einer Energiegenossenschaft, der Quierschieder Energiegenossenschaft eG, konnten sich sowohl Bürger der Kommune als auch Mitglieder der VVB an der Wertschöpfung beteiligen. Dieses Modell war so erfolgreich, dass aktuell geplant sei, bei  entsprechender Nachfrage die Tätigkeit der Energiegenossenschaft auch auf das Gebiet weiterer Kommunen zu erstrecken.“ 

Rudolf Krumm, Repräsentant Saar der RAG Montan Immobilien und zugleich Geschäftsführer der montanSolar GmbH, resümiert: „Aus den Kommunen bekommen wir viel Rückenwind. Vor allem das Thema regionale Wertschöpfung, wie die Tatsache, dass die Gewerbesteuer bei der Standortkommune verbleibt, hilft uns, den Bau von Photovoltaik-Anlagen voranzutreiben. Allerdings brauchen wir in Sachen Erneuerbare Energien verlässliche Rahmenbedingungen, damit wir
Planungssicherheit behalten. Sonst wird die Realisierung dieser Projekte zukünftig sehr schwierig werden.“

Bei der Vorstellung der Photovoltaik-Anlage Nordband