Flächen gestalten, Projekte entwickeln.

01.02.2017

MOTORWORLD Zeche Ewald Ruhr verdoppelt ihre Fläche in Herten

Marc Baumüller und Martin Rinke strahlen: „Das war ein langer und spannender Weg. Aber wir  haben eine Situation erreicht, die alle in Herten und weit darüber hinaus begeistern wird.“ Denn die beiden Geschäftsführer der MOTORWORLD ZECHE  EWALD RUHR haben für ihr Projekt auf dem Zukunftsstandort Ewald in Herten nun eine mehr als doppelt so große Fläche zur Verfügung: Statt bisher 20.000 werden rund 60.000 Quadratmeter Fläche zum Eldorado für Oldtimer-, Sportwagen- und Motorradfreunde aus dem In- und Ausland.  

Möglich gemacht hat diesen Coup die PEG, die Projekt Ewald Verwaltung GmbH & Co. KG. Der PEG,  eine gemeinsame Projektgesellschaft der Fakt Real Estate und der RAG Montan Immobilien, gehörten zahlreiche Grundstücke und Gebäude des früheren Zechengeländes. Nach dem Verkauf sämtlicher Grundstücke wird die PEG nun Mitgesellschafter der Hertener MOTORWORLD EWALD RUHR . „Alles, was bisher auf Ewald noch ungenutzt und unbebaut ist, wird jetzt die MOTORWORLD“, erklärt PEG-Geschäftsführer Stephan Künzer. „Dazu gehören alle Grundstücke Richtung Halde Hoheward und Autobahn, aber auch die Schwarz- und Weißkaue sowie die Lohn- und die Tonnenhalle.“ Bernd Lohse, Projektleiter Ewald bei der  RAG Montan Immobilien, ergänzt: „Für uns war es ganz wichtig, über die PEG auch in Zukunft Einfluss auf die Entwicklung des Zechengeländes zu haben. Das waren wir unserer Tradition im Bergbau schuldig, und das ist nun vorzüglich gelungen.“

Mit der Unterzeichnung der Notarverträge gingen monatelange Verhandlungen zu Ende. „Wir können nun sagen“, betont MOTORWORLD-Geschäftsführer Rinke, „dass unser Unternehmen noch einmal eine ganz andere Dimension erreicht als das, was wir bisher vorgestellt haben.“ Nun habe man Planungssicherheit, so dass es mit Vollgas in die städtebauliche Planung gehen kann. Schon bald würden auch die ersten Bauanträge gestellt.

Vor drei Monaten hat die MOTORWORLD in der Rasenhängebank unter dem Doppelbockturm ihre ersten Büros bezogen. „Nun“, erklärt Geschäftsführer Marc Baumüller, „sind wir vor Ort für alle Interessenten ansprechbar, die sich auf unserem Gelände engagieren wollen. Hier gibt es in Zukunft alles, was das Herz des Motorfreundes frohlocken lässt. HändlernDabei wird die ZECHE EWALD zum Anziehungspunkt, zum Treffpunkt und zum grandiosen Service- und Verkaufsraum.“

Vorbild ist die MOTORWORLD Region Stuttgart in Böblingen, ein riesiges privates Oldtimer- und Sportwagenzentrum. Seit 2009 pilgerten über drei Millionen Besucher zum Gelände eines ehemaligen Flughafens. Hier gibt es hochwertige Einstellmöglichkeiten für Oldtimer genauso wie Verkaufsräume der Premiummarken wie Ferrari, Maserati, Ferrari, Lamborghini, Lotus, McLaren oder Harley-Davidson. Fachbetriebe und spezialisierte Werkstätten kümmern sich um die Bedürfnisse der Fahrzeugliebhaber. Zubehör- und Accessoires-Shops, ein 4-Sterne-Hotel sowie fünf Restaurants runden das Angebot ab. Auch in München und in Köln entstehen zurzeit weitere MOTORWORLD-Projekte.

Bernd Lohse von der RAG Montan Immobilien ist von der aktuellen Entwicklung in Herten begeistert: „Wenn das alles mal fertig ist, wird die Zeche Ewald als ein weiterer Leuchtturm für den erfolgreichen Strukturwandel im Ruhrgebiet hunderttausende Besucher aus der ganzen Republik ins Revier locken.“ Und sein Kollege Stephan Künzer, der auch den bisherigen Eigentümer FAKT Real Estate vertritt, ergänzt: „Wir sind davon überzeugt, mit der MOTORWORLD genau das richtige Unternehmen für Ewald gefunden zu haben. Schließlich haben hier schon zahlreiche Autoevents große Erfolge gefeiert. Diese Tradition werden wir nun gemeinsam erfolgreich ausbauen.“ 

Die MOTORWORLD ZECHE EWALD RUHR soll sich auch als Messe- und Eventstandort entwickeln. Deshalb sind mehrere Gastronomiebetriebe genauso fest geplant wie ein großes Hotel, das in den oberen Teil der Rasenhängebank eingebaut wird. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen. Spätestens 2019 kann die MOTORWORLD auf der ehemaligen Zeche dann auf der Überholspur unterwegs sein. Insgesamt sollen mindestens 200 neue Arbeitsplätze entstehen.