Bergpark im Kreativ.Quartier Lohberg wird an die Bürger übergeben

Rund 3000 Besucher feiern den neuen Park inmitten des Areals der ehemaligen Zeche Lohberg in Dinslaken.

Mit einer bunten Veranstaltung mit rund 3000 Besuchern und offiziellen Gästen aus Politik Verwaltung und Wirtschaft feierte die Stadt Dinslaken am Sonntag (26. Oktober 2014) gemeinsam mit den Bürgern die offizielle Eröffnung des Bergparks Lohberg. Der rund neun Hektar große Bergpark ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zur Entwicklung des nachhaltigen Energie-Plus-Standortes Kreativ.Quartier Lohberg (KQL). Der Park mit dem integrierten Lohberg Weiher verbindet die historische Lohberger Gartenstadt mit der Haldenlandschaft im Osten des Kreativ.Quartiers. Außerdem wird der neue Park auch Bindeglied zwischen den entstehenden Wohnbauflächen im Norden des Areals und dem Dienstleistungsareal im Süden.

Die offizielle Eröffnung mit der symbolischen Durchtrennung des roten Bandes erfolgte Sonntagmittag durch NRW-Bauminister Michael Groschek, RAG-Vorstandsmitglied Dr.Jürgen Rupp, Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und den SPD-Landtagsabgeordneten Stefan Zimkeit in Begleitung des fast 100-Jahre alten Bergmannschores MGV Germania aus Dinslaken. Im Rahmen der Feierlichkeiten hatten vorher der Dinslakener Imam Ahmet Sen, Dechant Gregor Kauling und der Dinslakener Superintendent Friedhelm Waldhausen zum Zeichen der Solidarität ein interreligiöses Gebet gesprochen.

Die Eröffnung des Bergparks wurde durch eine abwechselungsreiches Rahmenprogramm mit Musik- und Tanzdarbietungen, zahlreichen Betätigungs-möglichkeiten für Kinder, von der Hüpfburg bis zur Kletterwand, und einem interkulturellen Cateringangebot zu einem Fest für die mehreren tausend Besucher. Viele nutzten bei ansprechendem Herbstwetter die erstmalige Gelegenheit zum Spaziergang über die Fläche und hoch auf die Halde.

Der rund neun Hektar große Bergpark ist mit seinen Wasser- und idyllischen Grünflächen ein neuer Anziehungspunkt mit hohem Freizeitwert für die Menschen aus Dinslaken und der Region. Er wird durch eine ausgewogene Gestaltung von Landschaft und Natur geprägt als innovativer, gesamtstädtischer und regional bedeutsamer Kultur-, Freizeit und Erholungsraum. In den Park ist das internationale Kunstprojekt „Choreografie der Landschaft“ integriert.

Rückgrat der Entwicklung des weitläufigen und keilförmigen Bergparks ist neben einem Weier der Lohberg Corso, die verbindende Grünschneise aus dem Stadtteil Lohberg heraus auf die Halde hinauf. Der rund 1,6 Kilometer lange Fuß- und Radweg soll als überregionale Achse mit Promenaden-Charakter die nahegelegenen Landschaftsräume verzahnen.

Das Kreativ.Quartier Lohberg soll in Zukunft ein Miteinander von neuer Architektur und denkmalgeschützten Gebäuden prägen. Dies gilt vor allem für den
Kernbereich rund um Lohnhalle und Fördertürme, aber wegen des unmittelbaren räumlichen Zusammenhangs auch für die Neubauarreale im Norden (Wohnungsbau) und im Süden (Gewerbe).

Die Entwicklung KQL verfolgt neue und innovative Wege im Bereich der Stadt- und insbesondere in der Quartiersentwicklung. Grundlegendes Ziel ist die Realisierung eines CO2-neutralen Energie-Plus-Quartiers mit innovativen Gebäudequalitäten. Das Energiekonzept setzt nicht nur auf einen Energieträger. Eine intelligente Abstimmung aller verfügbaren und wirtschaftlich nutzbaren erneuerbaren Energieträger und Vorgaben zur Energieeinspeisung bilden den Kern des Konzeptes. Durch die Festsetzung von Niedrigenergiestandards für Wohn- und Gewerbegebäude und CO2-neutraler Energieerzeugung wird sichergestellt, dass die gesetzten Ziele auch realisiert werden können.

Der innovativen Entwicklung des ehemaligen Lohberger Zechengeländes stellt sich die Projektgemeinschaft von Stadt Dinslaken, Stadtwerke Dinslaken GmbH und RAG Montan Immobilien gemeinsam mit der Lohberger Bevölkerung, die durch umfassende Beteiligungsprozesse an dem Projekt integriert wurde.